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JASY on tour: Die 1.

(Bericht von Michael Tietz)

Frei nach dem Motto „Wenn’s dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis“ wollte ich nach dem ersten Jahr Jasy Erfahrung doch auch mal eine Klassenregatta segeln. Auf dem Starnberger See war ja nix zustande gekommen. Also musste eine Ranglisten Regatta her, die nach dem Absegeln stattfand – der Senatspreis des Berliner Yachtclubs am Wannsee, der auch sehr aktiv in der Segel Bundesliga ist.

Meine letzten Trailer Fahrten mit einem Kielboot waren wohl so um die 20 Jahre her. Dafür waren Zugfahrzeug und Trailer jetzt in Top Zustand und mehr als 80 sind ja ohne Trailer Ergänzung immer noch nicht erlaubt. Mit Dagmar und Christian waren Jasy Mitstreiter der ersten Stunde mit mir auf der Autobahn. Tobias sollte am späten Abend in Berlin dazu kommen. Wir haben Luftaufpumpen und Rangieren an der Tankstelle in Bayern geübt, Bergrennen mit 85 km/h in Thüringen und Stadtrundfahrt mit Trailer in Berlin. Um 8:00 ab Starnberg, an 17:00 am Wannseestrand gleich neben dem berühmten Wannseebad, Hektik beim Parkplatz besetzen, beim Auftakeln, beim Kranen und den Platz am Steg besetzen. Doch um 19:00 war die Jasy dann im Wasser und wir leicht geschafft im durchaus ambitionierten Kasino. Wobei sich ambitioniert beim BYC auf die Küche aber sicher nicht auf die Kleiderordnung bezieht.

Foto: Christian Fischer

Am Samstag ging es dann bei 3 Windstärken in 3 Startergruppen (J/70, Star, Skippy) mit zusammen 30 Booten pünktlich los. An das Fahrwasser im Regattagebiet muss man sich erstmal gewöhnen, nicht jede Welle schiebt einen weiter nach vorne. Das Feld bei den J/70 war unterschiedlich qualifiziert, vorne die B Mannschaften aus den Berliner Bundesliga Clubs und hinten – ja, wir. Während wir nach dem Start auch mal im Mittelfeld lagen, waren wir nach der 1. Vorwind Strecke wieder ganz weit hinten.  Beim Raumgang fehlte mir der Plan für den Kurs und uns allen zusammen die Übung für annähernd perfekte Manöver. Am Steg gab‘s dann Mucke und Budweiser für alle einlaufenden Boote und später zusammen mit den anderen Klassen des Senatspreises die zünftige Schweinebraten Tafel.

Am Sonntag dann bei 4 und mehr Windstärken noch 2 Wettfahren durchgeprügelt. Erfolge – siehe Samstag. Und wer nach den Wettfahrten als letzter im Hafen ist, ist auch der letzte am Kran und ja – zur Siegerehrung noch beim Aufladen. Der BYC ist ein freundlicher Club mit der üblichen Berliner Lässigkeit, aber wohl auch sehr engagiert. Ich habe in der Jugend Halle über 100 angeschlagene Optisegel gezählt. Um 16:00 ging‘s wieder auf die Autobahn und als es dunkel wurde fiel die Hängerbeleuchtung teilweise aus. Nichtsdestotrotz jetzt schwer geschafft um 00:30 an Starnberg.

Folgend eine kleine Anregung, falls wir mal wieder in eine neue Klasse einsteigen wollen.

Foto: Christian Fischer