Regattaberichte

2017

Clubmeisterschaft 23.-24.09.2017

Am Samstag setzte sich bei schönem Herbstwetter gegen Mittag ein leichter Nordostwind durch. Der zeitgleich stattfindende Roseninsel-Achter war in der letzten Wettfahrt. Da sind Arme und Beine der Ruderer schon etwas schwerer und das kleine Grüppchen Piraten kam schadenfrei ans Ostufer. Wettfahrtleiter Tobias Crefeld ließ das passende Dreieck legen. Nach dem Start war klar: entweder mehr Wind in Seemitte ausnutzen und dafür weitere Wege in Kauf nehmen – oder den kürzeren Weg am Ostufer nehmen und die Löcher umfahren. Nach 2 Wettfahrten ging es dann zurück zum Grill.

Das gleiche Spiel am Sonntag bei leichtem Südwind. Nur, dass die am Ufer fahrenden Boote bald in ein einziges großes Loch fuhren, während sich die Glücksritter weiter draußen auf dem See noch bewegten. Bevor die ersten Boote am Luvfass waren, kam der Abbruch, und nach einer kurzen Fisch- und Käsesemmel-Einlage war die Regatta zu Ende.

Sieger wurden Martin Renn und Karin Fendl-Renn vor Andi Schaipp und Michael Tietz. Platz 3 ging an Martin Embacher und Tobias Sälzer. Man sieht: ein Mitglied der Abteilungsleitung an Bord zu haben erhöht die Siegeschancen – und da hätten wir für nächstes Jahr noch 4 andere in Wartestellung.

Die Preise für den besten Steuermann/Vorschoter Ü60 gingen an Peter Simons und Karin Fendl-Renn. Im Bild noch mit Preis-Ersatz, weil der Graveur nur Mo-Do arbeitet und der Sportwart am Freitag vor verschlossenen Türen stand.

(Michael Tietz)

Silberlaser 16.-17.09.2017 

Neue Wettfahrtregeln sind für uns USC-Regattasegler nicht immer ganz so spannend, weil sich häufig nur Nuancen in Details ändern, die uns nicht betreffen. Diesmal (Wettfahrtregeln 2017-2020) war etwas für Organisatoren dabei – die Standard-Segelanweisung. Damit gibt es die Möglichkeit, Bekanntes aus den Wettfahrtregeln nicht nochmal in den Segelanweisungen zu wiederholen, sondern nur Abweichungen für die spezielle Regatta auszugeben und auf die Standard-Segelanweisung zu verweisen.

Von Uli Finckh gab es auch gleich einen Ausführungsleitfaden zur Trennung der Themen für Ausschreibung und ergänzende Segelanweisung. Also hatte ich im Winter mit der Aussicht auf weniger zu druckendes Papier die Standard-Segelanweisung in die Ausschreibung zum Silberlaser eingebaut. Dann verging die Zeit, im Frühjahr und Sommer war Segeln angesagt. Und urplötzlich war mitten in der Woche vor dem Silberlaser. Also schnell mal sehen, was die anderen so in die ergänzenden Segelanweisungen gepackt hatten. Von 3 Zeilen bis 3 Seiten war alles zu finden und damit entfiel das einfache Abschreiben. Also fragte ich bei Wettfahrtleiter Krawallo und Schiri Ehepaar Goeden an, ob sie nicht… Danke für eure kurzfristige Unterstützung.

Der Samstag zeigte sich unbeständig, wechselnde Windstärke und Richtung. Das störte die anderen Clubs in der Bucht nicht, die Bahnen wurden gelegt, es wurde gestartet. Die Silberlaser-Teilnehmer wurden unruhig - wer will schon selbst im Neopren den anderen beim Regattieren zuschauen. Später kam nur eine müde Wettfahrt zustande - ein Glücksfall, wie sich am Sonntag zeigen sollte. Und wie immer bei müden Wettfahrten mit Anhang P waren Schiri und Segler unterschiedlicher Meinung und es wurde diskutiert und protestiert.

Im ‚Casino‘ wurde derweil gehackt, geschnitten und geschnipselt. Grillmeister Peter hatte schon im Vorfeld angekündigt, er müsse nicht grillen, also gab es dieses Jahr zur Entlastung ein Szegediner Gulasch. Vielen Dank an das Team Küche: möget ihr uns mit diesem Arbeitsdienst noch lange unterstützen.  

Der Sonntag wartete dann mit dem Versöhnungswind auf, anfänglich 2-3 Bft aus Süd, dann 3-4 und am Ende wieder 2-3. Das reichte für 4 tolle Wettfahrten, um 14:30 Uhr war alles vorbei und die 5 Wettfahrten mit einem Streicher im Kasten. Mancher redete noch von ‚wenig Wind‘ beim Silberlaser, aber die Ergebnislisten der letzte 5 Jahre zeigen einmal 3, einmal 4 und dreimal 5 Wettfahrten. Keine schlechte Bilanz im Vergleich mit Laser-Regatten an anderen Seen und auch ein Verdienst von Wettfahrtleiter Krawallo, denn Wind muss man riechen können - wer ihn spüren muss, ist zu spät dran.

Bei den 17 gestarteten Standards wurde Christoph Wurm vom ASC mit 4 ersten Plätzen souveräner Sieger vor Thorsten Wyk vom SLRV und Florian Jungbauer von HSC. Bester vom USC wurde Nico Schäfferling auf Platz 7.

Bei den 18 Radials holte sich Nina Loser vom ASC auf Platz 1 den im letztes Jahr knapp verlorenen ‚Damenlaser‘ zurück. Platz 2 ging an Maarten Hund vom WYC und der dritte Platz an die Vorjahressiegerin Betzi le Maire als beste Seglerin vom USC.

(Michael Tietz)

Yardstickregatta 23.07.2017

In meinem zweiten Anlauf, als Wettfahrtleiter zu einer Wettfahrt zu kommen, sah es nicht ganz so düster aus wie beim ersten Mal. Grauer Himmel, vorhergesagter leichter Westwind: da sollte sich doch etwas zusammenschustern lassen. Zudem wir ja wieder die Bootsführermeisterschaft von einem Samstag ohne Wind geerbt hatten.

Doch anfänglich zeigte sich nur Südwind vor Café Berg. Die digitalen Helfer (Windfinder und Regenradar) waren uneins und es dauerte etwas, bis ich wieder an die analogen Helfer (Windräder) glaubte. Dann Startlinie am Ostufer ausgelegt und auf die 16 Boote gewartet. Auf dem Startschiff vergeht die Zeit schneller als erwartet, Luvfass peilen, Startschiff korrigieren, letzte Korrektur an den Bojenleger – und wenn der letzte Teilnehmer in Reichweite ist, die Startverschiebung runternehmen und Starten. Wettfahrtleiter-Coach Betzi le Maire machte Dampf, denn die ersten Boote verließen den Bereich um das Startschiff wieder. Ist aber nicht empfehlenswert, da hört oder sieht man keine Signale mehr. Nach einer Runde und einer Kreuz verließ uns der Westwind, die Mehrheit der Boote war nach einer Stunde durchs Ziel gefahren, soweit alles ok und es kam auch wieder etwas mehr Wind.

Die zweite Wettfahrt ließ sich nicht schlecht an. Aber die Luvboje lag zu weit unter Land, dort wo die Löcher am größten wurden und so beendeten wir das traurige Spiel nach einer Runde. Das letzte Boot brauchte dabei doppelt so viel Zeit wie das erste Boot.

Das Gesamtergebnis war in den Personen nicht gänzlich überraschend: Nico Schäfferling vor dem Team Frank Lippold / Stefan Satzger und Tobias Crefeld. Im Feld der 5 Piraten zur Bootsführermeisterschaft setzten sich Ulrike Zuber mit Joanna Meier klar vor Christian Jorda mit Leonardo Moreira Santos und Moritz Seliger mit Michael Lukoschek durch.

(Michael Tietz)