Regattaberichte

2022

Silberlaser 2022

Beim Beobachten der Windvorhersage stieg die Anspannung und die Vorfreude. Es war sehr eindeutig, dass es Wind geben wird. Westwind, böig, drehend, bockig, herausfordernd, mit kurzer Welle, so wie wir ihn lieben 😊.

Und so kam es auch.

Die Segler waren maximal gefordert mit anspruchsvollen Bedingungen und kräftigem Westwind. Wir ziehen den Hut vor den Sportlern, die sich dieser Herausforderung gestellt haben und am Samstag zu vier sowie am Sonntag zur noch ausstehenden fünften Wettfahrt angetreten sind.

Für die Wettfahrtleitung war die Situation insofern komfortabel, als klar war, dass gesegelt werden kann und es an Wind nicht mangeln wird. Die Herausforderung jedoch bestand darin, den Kurs und die Startlinie so exakt als möglich bei dem doch zum Teil stark drehendem Wind auszulegen, die beiden Klassen möglichst auf dem Kurs auseinanderzuhalten, die Sicherheit der zum Teil ja noch jungen Teilnehmer zu gewährleisten und den Seglern sportliches Segeln zu bieten, ohne sie zu überfordern.

Wir waren daher sehr froh, dass wir ausreichend Funktionsboote zur Verfügung hatten, die jederzeit auch dafür eingesetzt werden konnten, Seglern mit Materialschäden oder sonstigen Problemen zu helfen und diese bei Bedarf auf dem Wasser zu unterstützen oder sicher nach Hause zu begleiten.

An dieser Stelle ein Riesen-Dankeschön an alle Helfer auf dem Wasser: BESTES WASSERTEAM EVER!!!!!

Auch an Land waren viele Helfer sehr engagiert im Einsatz, um die hungrigen Segler gut zu versorgen. Am Samstagabend gab es verschiedene schmackhafte Spezialitäten vom Grill (auch vegetarisch), ein tolles Salatbuffet und auch etwas für die Naschkatzen. Ebenso gut wurden die Segler am Sonntag versorgt, mit Butterbrezn und Obst und Kuchen war für jeden etwas dabei. Vielen herzlichen Dank hier auch an all die engagierten Helfer an Land!

Nicht unerwähnt bleiben dürfen die fleißigen Helfer am Slip: unser Seglernachwuchs hat sich hier sehr positiv eingebracht und viel Lob von den Regattateilnehmern erhalten. Das Auslaufen und Einlaufen lief aufgrund der tatkräftigen Unterstützung der Seglerjugend reibungslos und ging zügig voran.

Der USCM war mit 8 Ilcaseglern sehr gut vertreten!

So können wir auf ein rundum gelungenes Regattawochenende zurückblicken mit 5 gelungenen Wettfahrten und gratulieren allen Teilnehmern nochmals ganz herzlich!

Autorin: Bettina le Maire

Ergebnisse nach 5 Wettfahrten:
ILCA 6

  1. Christoph Wurm
  2. Marco Casalini
  3. Selina Eberle
  4. Nina Loser
  5. Robert Mc Finck

ILCA 7

  1. Nico Schäfferling
  2. Jonas Nissen
  3. Klaus Richter
  4. Tim Gutheit
  5. Steffen Pöhlmann

Yardstickregatta 2022

Auf der Suche nach dem Wind

Die diesjährige Yardstick- Regatta am 17. Juli war leider mit wenig Wind gesegnet.
Dafür aber mit einem motivierten Wasserteam rund um Tobias Walz, der seine Premiere als Wettfahrtleiter hatte.

Und auch wenn die jungen Wilden mit ihren ILCA4 Yardstick-Zahlen die alteingessesenen Lokalmatadore zum Schwitzen brachten, so konnte sich am Ende Nico Schäfferling (ILCA7) vor Frankie und Andy (Korsar) auf den Plätzen 1 und 2 behaupten. Gefolgt von Cara Vieth (ILCA4), die den Herren gezeigt hat, dass sie in den nächsten Jahren die Regatten aufmischen wird.

2020

Silberlaser 2020Wieder einmal stand der Silberlaser an, natürlich erschwert durch die Corona-Vorschriften. Aus diesem Grund gab es eine Meldebeschränkung von 60 Seglern. Bald stellte sich jedoch heraus, dass die Warteliste so lang war, dass unsere Vereinsführung eine Aufstockung auf 80 Teilnehmer genehmigte.

Für Anfang September hatten wir ein traumhaftes Wochenende mit viel Sonne erwischt, sodass sämtliche Vorschriften an Land sehr gut umgesetzt werden konnten, auch wenn dies für unseren Sportwart, auf Grund des erweiterten Feldes, eine Herausforderung war.

Die üblichen Verdächtigen aus unserer Silberlaser 2020Lasergruppe reisten am Freitagabend an und neben einem herzlichen Geburtstagsgruß an unseren Bereichssprecher Christoph Wurm wurde mit Abstand gemütlich zusammengesessen und über die sehr kurze Segelsaison gefachsimpelt.

Am nächsten Tag sollte es wie geplant losgehen. Leider machte uns der Wind einen Strich durch die Rechnung und die knapp 80 Teilnehmer mussten den Tag mit ratschen, Fußball spielen oder anderen sportlichen Aktivitäten überbrücken. Schließlich sind wir am Sonntag doch noch zu einer Wettfahrt gekommen, die sich bei einem lauen Lüftchen als schwierig erwies. Die Standards hatten einige Stehversuche und das Radialfeld musste es überhaupt erst einmal über die Startlinie schaffen.

Eine weitere Schwierigkeit für alle Segler stellte mal wieder die Berufsschifffahrt dar. Nach eindringlichen Ermahnungen in der Steuermannsbesprechung waren alle bemüht, den Ausflugsdampfern auszuweichen, was dazu führte, dass die Felder durcheinander gewürfelt wurden. Aber immerhin wir sind alle ins Ziel gekommen, ohne angehupt worden zu sein.
Silberlaser 2020
Erfreulich war, dass das 4.7 Feld mit 20ig Teilnehmern alle Erwartungen übertraf. Aus unserem Jugendtraining dabei waren Cara Vieth (7.), Julia Baltzer(8.), Leif Leuchtenberger (13.) und Carla Baltzer (15.).

Die ersten Plätze belegten Luis Böhm (DTY), Armin Altena  und Laura Noll (beide ASC).

Im Standard siegten Lukas Renn (USCM), Steffen Pöhlmann und Timo Klapper (beide MYC).  Steffen ist gleichzeitig der Gewinner des Hacklstecka. Von uns dabei waren Winfried Dohmen (9.) und Volkmar Sterzing (10.).

Auch im Radialfeld hat sich aus Sicht des USCM erfreuliches getan, denn wir haben mit Michael Gleiss (25.) und Jonathan Erhard (26.) wieder zwei „Nachwuchssegler“, die in dieser Saison an einigen Regatten und einem Training teilgenommen haben. Weitere Teilnehmer unsererseits waren Bettina Le Maire (9.), Klaus Sarzio (15.) und Silvi Göbel (16.).

Die ersten Sieger im Radial sind Niklas Ill (YLB), Ulrike Pflugradt (USCM) (Wanderpreis der Frauen im Radial) und Frank Löffler (SCL).

(Fotos: Klaus „Krawallo“ Sarzio, Text: Ulrike Pflugradt)

Silberlaser 2020

Clubmeisterschaft 2020

„Segelt mit bei unserer Clubmeisterschaft!“

das war der Aufruf, mit dem unsere Sportwartin Joanna ihren Bericht über die Clubmeisterschaft im letzten Jahr enden ließ.

Diesem sind – wie in jedem Jahr- eine Handvoll regattabegeisterter USC-ler enthusiastisch gefolgt und haben ihre Familienmitglieder und Freunde mobilisiert, um die Clubmeisterschaft stattfinden zu lassen.

Clubmeisterschaft 2020
Mit Mützen, Handschuhen und Regenjacken bewaffnet standen die Segler am letzten Samstag im September dem Wettfahrtleiter Tobias Crefeld und seinem Team an Helfern (ein großes Dankeschön nochmal!) gegenüber. Die Wettervorhersage war eindeutig: Es sollte kalt, nass und windig werden. Die Segler freuten sich (noch) über den starken Südwind für die ausgeschriebenen 4 Wettfahrten, die heuer an einem Tag ausgesegelt werden sollten.

Krawallo spielte die Losfee und teilte den 10 gemeldeten Crews die Piraten zu.

Nachdem die Piraten hergerichtet waren und die ersten sich erfolgreich aus dem Hafen raus bis hinter die Drachenlinie gekämpft hatten, gab es eine Planänderung und das Regattafeld bewaffnete sich sodann mit Sturmsegeln, um dem Luxusproblem „zu viel Wind“ zu begegnen.
Clubmeisterschaft 2020
So ging es also mit kleinerer Segelfläche erneut raus aufs Wasser – und nachdem 7 Wind-und-Welle-trotzende Boote sich vor Percha einfanden und zum Start bereit waren, wurden die Tonnen und die Startlinie dem Wind ein letztes Mal angepasst und auf ging es.

Bei der ersten Wettfahrt segelte „Team Ungarn“ Clubmeisterschaft 2020eine spannende Aufholjagd: Bálint Kiss und Márton Bakucz starteten eindeutig als letzte, dann kämpften sie sich stetig Platz um Platz nach vorne und siegten.

Die zweite Wettfahrt war nicht weniger windig und spannend. “Team Ungarn“ versuchte die Spätstart-Taktik erneut – diesmal aber ohne Erfolg. Team „Renn junior“, Lukas und Moritz, bekam immer mehr das Gefühl für den Piraten.

Doch auch der Pirat von Titelverteidiger Nico, mit Annika an der Vorschot, spielte sich besser ein. Sie liefen mehr Höhe und verfolgten ihre Strategie – und entschieden am Ende diese Wettfahrt für sich.

Nach den ersten zwei Wettfahrten hieß es Piratentausch an Land und Stärkung in Form von warmen Würstchen und Brezn im gleichen Zuge. Ein Tausch auf dem Wasser war dieses Jahr coronabedingt nicht vorgesehen.

Die kalten Finger wurden aufgewärmt und die durch Regen und Wellen nass gewordene Kleidung wurde versucht zu trocknen, bevor es ein zweites Mal runter an den Steg und rauf auf die Piraten Clubmeisterschaft 2020ging.

Ein wenig Überwindung kostete es den einen oder anderen schon, sah man doch diverse Boote der Nachbar-vereine ziemlich arg krängen und ZHS Piraten kentern. Aber als das erste Team zuckte, eilten fast alle auf ihre Boote und so segelten noch 6 Piraten gen Startschiff.

Doch kaum waren die ersten dort angekommen, wurden alle wieder in den Hafen getrieben – zeigte der Windmesser doch ganze 19 Knoten zu diesem Zeitpunkt.

Der Regattatag neigte sich dem Ende entgegen und so stand das Ergebnis also bereits nach zwei Wettfahrten fest:

Sieger wurden Nico Schäfferling und Annika Freund, gefolgt von Team „Renn junior“. Lukas und Moritz ersegelten sich damit auch die Preise „U30 Bester Steuermann“ und „U30 Bester Vorschoter“. Der dritte Platz ging an Bálint Kiss und Márton Bakucz.

Auch die restlichen Teams waren sich punktgleich einig: Wind und Segelspaß hatten wir alle!

Nun also der Aufruf:

„Segelt mehr!“ und vor allem:
„Segelt mit bei unserer Clubmeisterschaft!“

(Fotos: Klaus „Krawallo“ Sarzio, Text: Annika Freund)

2019

Clubmeisterschaft 2019

Im  Vorhinein  zur  Clubmeisterschaft kamen doch Zweifel auf, ob das überhaupt dieses Jahr etwas  wird  mit  der  Regatta.  Es rührte sich wochenlang nichts auf der  Meldeliste  und  bis  einen  Tag vor  Meldeschluss  hatten  wir  noch nicht  mal  fünf  Boote  zusammen. Allerdings: Am Ende waren es doch immerhin  zehn  Mannschaften  auf den Piraten.  Am  Samstag  bekamen  wir  –  bei bestem  Segelwetter  –  unter  der Wettfahrleitung  von  Krawallo bereits vier der ausgeschriebenen fünf  Rennen  zusammen.  Wie üblich  werden  für  jedes  Rennen die  Piraten  der  Mannschaften getauscht,  der  erste  Tausch  auf dem Wasser und der zweite dann im Hafen. Auch dieses Jahr blieb im Hafen genug Zeit für einen Mittagsimbiss. Am Sonntag hatten wir dann nur noch ein Rennen auf dem Programm – wir konnten froh darüber sein, selbst dieses schleppte sich gerade so ins Ziel.  Gewonnen  haben  Nico  Schäfferling  und  Emily  Newton-Tanzer.  Zweite  sind  Steffen  und  ich geworden, der dritte Platz ging an Christian Jorda und Martin Odenwald.  Die Ü60-Preise gingen in beiden Kategorien an Renns: Martin Renn als bester Steuermann Ü60 und Karin Fendl-Renn als beste Vorschoterin Ü60. Die U30-Preise gingen an mich in der Kategorie beste Steuerfrau (once in a lifetime – das war die letztmalige Gelegenheit) und an Emily Newton-Tanzer  in  der  Kategorie beste Vorschoterin. Das  kulinarische  Angebot haben  wir  zu  Wienern, Käse-  und  Wurstsemmeln ausgebaut  (und  mir  kam nur  Peter  zu  Ohren,  der den  Matjessemmeln hinterhertrauert… ;)) Nicht  nur  deswegen, sondern  auch  wegen  den seit Jahren besten Segel-bedingungen  an  diesem Wochenende,  der  Aufruf: Segelt  mit  bei  unserer Clubmeisterschaft!

(Joanna Maier)

Silberlaser 2019

Silberlaser 2019Der Silberlaser stand dieses Jahr im Zeichen des Umbruchs. Die spannende Frage war nicht, wer gewinnt, sondern wie sich die Neuen im Amt des Sportwarts und des Wettfahrtleiters wohl so schlagen. Und da ich dazugehörte, sind folgende Worte natürlich überhöht und nur mit leichten Abstrichen glaubhaft: Business as usual! Mit zwei mal 24 Teilnehmern waren beide Felder sehr gut besetzt und das Engagement für zusätzlich beantragte Parkplätze im unteren Seeweg kam bei der bekannt schwierigen Parksituation schon mal gut an.  Nach der Steuermanns-Besprechung zeigte sich der Nordost-Wind gnädig, frischte etwas auf und ermöglichte drei Leichtwind-Wettfahrten mit je drei Runden und knapp 45 Minuten Ziel-Zeit für den Ersten. Natürlich gab es auf dem Startschiff noch ein paar Unzulänglichkeiten z.B. mit den Drucklufthörnern, aber es gibt ja auch Flaggen. Und überhaupt hängt die gelungene Wettfahrt am schnellen Bojenleger, seiner Bahn und der Fähigkeit, einfach mal umzulegen – und nicht am Startschiff. Der Zieleinlauf bei leichten Winden im Radial wurde auch dieses Jahr zum Massen-einlauf. Mit dem erstmals eingesetzten Video-Beweis per Handy konnten auch die letzten Zenti-meter zur korrekten Einlaufliste herangezogen werden.  Wer wie ich den Tag als Wettfahrtleiter auf dem Wasser verbringt, bekommt vom Team „Land und Küche“ natürlich nichts mit. Aber das Ergebnis war perfekt. Leichte Variationen bei dem von vielen  Regatta-Teilnehmern  geschätzten  Grill  mit  Salatbuffet  setzten  die  Tradition  früherer Jahre nahtlos fort. Und erst das Nachspeisen-Buffet aus dem Hause Joanna und Steffen – ein Gedicht.  Der Sonntag dann mit den bekannten Westwind-Strichen in der Starnberger Bucht. Der Wind für eine vierte Wettfahrt und damit der von einigen dringend benötigte Streicher kamen einfach nicht in Sicht. Um 14:00 war Schluss, dank der Unterstützung der vielen freiwilligen und verein-zelt auch gepressten Arbeitsdienste eine gelungene Veranstaltung.  Ach ja – gewonnen hat im Laser Radial Christoph Wurm (ASC) vor Selina Eberle (HSC) und Chris-toph Tischer (HSC). Beste vom USC war Karin Fendl-Renn auf Platz 10. Bei den Standards war gegen Felix Laukhardt (SCU) mit 3 ersten Plätzen wie auch im Vorjahr nichts zu wollen, danach Florian Haffner (YCL) und Michael Nissen (DTYC), an den auch der Hacklstecka ging. Bester aus den Reihen des USC war Bálint Kiss auf Platz 7.

(Michael Tietz)

Yardstickregatta 2019

Am  Sonntag,  21.  07.  2019  sammelte  sich  ein  nicht  allzu  großer,  aber  motivierter  Kreis  von Teilnehmern pünktlich zur Steuermannsbesprechung mit Wettfahrtleiter Michael Tietz. Wie auch in  den  Vorjahren  hatten  wir  –  Martin Renn, Karin  Fendl-Renn  und  Peter  Simons  –  das  H-Boot gemeldet. Als  Neuerung  war  für  dieses  Jahr  ein  up-and-down-Kurs  mit  Lee-Gate  in  der  Segelanweisung angekündigt.  Obwohl  auch  das  Thema  Bahnabkürzung  für  diesen  Bahnverlauf  angesprochen wurde, war doch nicht allen klar, wo man jetzt durchfahren sollte, als Flagge S gesetzt war. Auch wir haben das Ziel erst nach freundlichem Zuruf der Wettfahrtleitung richtig passiert. Bei mittlerem konstantem Südwind (was der Wetterbericht gar nicht so hatte hoffen lassen!) konnte Michael alle drei vorgesehenen Wettfahrten durchführen, wobei eine Wettfahrt abgekürzt war. Erfreulicherweise Yardstick 2019liefen alle drei TopCats mit  den neuen Gennakern, während  – z.T. bedingt durch Verletzungspech der Steuerleute – nur wenige Laser am Start waren und wegen Termin-kollision kein Korsar. Auch von den Piraten waren leider nur zwei Boote im Feld, obwohl hier Balint Kiss unter Beweis stellte, dass auch diese Klasse durchaus konkurrenzfähig sein kann. Er belegte einen hervorra-genden vierten Platz im Gesamtklassement. Wo sind die motivierten Steuerleute aus dem Frei-tags-Regattatraining??  Souveräner Gesamtsieger wurde Lukas Renn (Laser Standard) mit drei ersten Plätzen in den drei Wettfahrten. Im Wettstreit um den zweiten Platz war das Jasy-Team Nico Schäfferling, Joanna Maier, Maria Hüttinger und Annika Freund mit den Plätzen 2,2 und 4 erfolgreich vor dem punkt-gleichen H-Boot-Team mit den Plätzen 3,3 und 2. Auf Rang vier folgte, wie bereits erwähnt, der erste  Pirat  mit  Balint  Kiss  und  Vorschoter  Marton  Bakuscz.  (vollständige  Ergebnisliste: http://manage2sail.com/de ) Mit einer geselligen Preisverteilung, Freibier und leckeren Schnitzelsemmeln von Uli Wiedmann vom Kiosk klang der gelungen Tag aus.

(Karin Fendl-Renn)

2018

Clubmeisterschaft 2018

Der letztjährige Aufruf „Greift zur Pinne“ wurde erhört. Aber nicht von den USC-Mitgliedern, sondern von den ZHS-Bootsführern – Telepathie? Bis zum Meldeschluss waren es 6 USC- und
4 ZHS-Mannschaften, auf dem Wasser dann immerhin doch 15 Teams.

Und am Samstag ging es unter der Leitung von Tobias Crefeld auch ordentlich los. Der Nordost war da, die Bahn war da und die Achter vom MRSV ließen uns auf die Ostseite fahren oder kenterten frühzeitig. Nach 2 Wettfahrten wurden im Hafen die Boote getauscht und es blieb ausreichend Zeit für einen kleinen Imbiss. Das folgende Signal zum Auslaufen schienen nicht alle Mannschaften für wichtig zu halten, eineinhalb Stunden nach dem Signal war immer noch ein weißes Piratensegel im Hafenbereich zu sehen. Merke: Wer als letztes Boot den Hafen verlässt, wird selten entspannt zur Startlinie kommen. In der dritten Wettfahrt legte der Wind so zu, dass ein Pirat auf der Strecke blieb. Und in der 4. Wettfahrt wollten es einige Boote gleich am Start wissen, und überhörten den Einzelrückruf. Ein klasse Segeltag.

So wie der Sonntag ein klasse Sonnentag wurde. Zeit fürs Fachsimpeln über Regattataktik, Klagen über den allgemein schlechten Zustand der Piraten zum Ende der Saison und warum man die Clubmeisterschaft an 2 Tagen machen muss, wo doch Sonntag nie Wind ist …

Sieger wie im Vorjahr: Martin Renn und Karin Fendl-Renn. Ihnen dicht auf den Fersen und sich von Wettfahrt zu Wettfahrt steigernd die ZHS-Mannschaft Balint Kiss und Judith Zimmermann. Auf dem dritten Platz Simeon und Katharina Rößler.

Die Ü60-Preise (für Steuermann und Vorschoter, die nicht gleichzeitig Gesamtsieger sind) gingen an Ulrike Zuber und Karin Simons, die neuen U30-Kannen an Balint Kiss und Judith Zimmermann.

Dann gab es noch eine Runde Fisch- und Käsesemmeln und das war nach 10-jähriger Dienstzeit  meine letzte Regatta als Sportwart. Demnächst wieder als Segler und weiterhin als Wettfahrtleiter auf unserer schönen Seebühne.

(Michael Tietz)

Silberlaser und Bayerische Meisterschaft 2018

Eine Landesmeisterschaft gibt der Regatta einen höheren Ranglistenfaktor. Und der lässt unsere Segelfreunde aus BaWü bis nach Starnberg reisen. Und ein paar Cracks aus dem hohen Norden dazu. Und jeder bayerische Segelclub motiviert alle Reserven/Reservisten und wir durften auch 4 ZHS Laser-Neulinge begrüßen. So waren denn 35 Standards und 35 Radials auf der Meldeliste. Die 4.7-Segler machen ihren Landesmeister im Rahmen der Bayerischen Jugendwoche aus und waren folgerichtig nicht am Start. 70 Segler, ein paar Betreuer, mit Wassermannschaft und Landdienst ca. 90 Personen sind für unsere Arbeitsdienst-geprägte Regatta-Organisation immer ein kleiner Prüfstein.

Das Wetter meinte es wie auch bei der Distriktmeisterschaft Süd im Jahre 2011 nicht gut mit uns – kein Wind. Vielleicht haben wir zu wenige Meister in unseren Reihen? Etwas anderes kann es nicht sein. Am Samstag bemühte sich Krawallo mit dem Wettfahrt-Komitee um die korrekte Bahn. Bojen wurden hin und hergelegt, Starts versucht und wieder abgebrochen, Wettfahrten gestartet und wieder abgebrochen. Es war nichts zu wollen, die wandernden Flautenlöcher waren in der Überzahl und immer da, wo sie nicht hätten sein sollen. Also sollte es, wie im Vorjahr, der Sonntag richten.

Samstag an Land dann, wie schon oft erprobt, mit dem ‚Arbeitsdienst Team-Salate‘. Egal ob 40 oder 100 Teilnehmer, dieses Team liefert zuverlässig, mit und ohne Wind und ohne Wenn und Aber. Danach Peter am Grill in Höchstform, galt es doch, nicht ganz glückliche Jung-Segler mit dem zweiten oder dritten Fleischstück zu besänftigen.

Am Sonntag dann Ostwind in der Starnberger Bucht, die Kreuz zwischen dem MRSV und den Pionieren. Ein Traum von einer Bahn, aber wann wird der See für Laser-Segler erreichbar wirklich breiter bzw. die Kreuz länger? So kamen dann 2 Leichtwind-Wettfahrten zustande. Alle Versuche, in Folge auch die für die Vergabe der Meisterschaft so wichtige dritte Wettfahrt in den Kasten zu bekommen, scheiterten. Also keine Bayrische Meisterschaft.

Blech – also Medaillen hatte der Bayerische Seglerverband sowieso keine ausgegeben, sondern nur Urkunden. Und Basti hatte jede in einen feierlichen Rahmen in Gold, Silber und Bronze gepackt. Da hätten wir jetzt noch einen kleinen Vorrat für die nächste Meisterschaft.

Gewonnen haben den Silberlaser in Standard Felix Laukhardt (SCU) souverän vor Eric Malach (NRV) und Michael Niessen (DTYC). Bester vom USC war Lukas Renn auf Platz 21.

Bei den Radials siegte Marten Hund (WYC), der letztes Jahr schon mal Maß genommen hatte, vor Linus Ziegler (HSC) und Christoph Tischer (HSC). Beste vom USC war Mia Stuis auf Platz 17.

Und dann hat es auch zur offenen Münchner Hochschulmeisterschaft gereicht: Im Standard Balint Kiss (ZHS) vor Kai Klingenhagen (AMSC) und Lukas Renn (USCM), bei den Radials Nina Loser (ASC) vor Frank Löffler (SCLA) und Mia Stuis (USCM).

(Michael Tietz)

Yardstick-Regatta 2018

Schlechtes Wetter auf allen Internet-Portalen und am Starnberger See lässt sich in Bezug auf den dann vorherrschenden Wind nicht mehr leicht in Einklang bringen. Vielleicht ein Grund für die kleine Schar von 9 teilnehmenden Booten. Die Fakten: Von 6 bis zeitweilig 16 Knoten aus Südwest, echte Regenschauer und Ansätze von Wellen. Zumindest schwankte das Startschiff so, dass einzelne Mitglieder des Wettfahrt-Komitees Mühe hatten, an Bord zu bleiben.

Zum ersten Mal unterwegs war auch die neue J/70 mit der Damen-Crew Hüppe/Neges/Zuber – und in der 1. Wettfahrt durchaus erfolgreich. Sah man die Jasy auf dem raumen Kurs unter Gennaker doch das Feld von hinten aufrollen und es zeigte sich eine Stärke dieser Klasse.

In der zweiten Wettfahrt nahmen Regen und Wind zu. Die 2. Boje des angepeilten olympischen Kurses driftete in Richtung Café Berg und der dadurch entstehende Vorwind-Zieleinlauf brachte manchen Steuermann so durcheinander, dass er die dritte Tonne vorher nicht an Backbord ließ. Gezeitet werden konnten die Boote aber erst nach dem korrekten Absegeln der Bahn, was die Platzierungen etwas durcheinander wirbelte.

In der dritten Wettfahrt passierte es dann – das Diktiergerät hatte zu viel Feuchtigkeit abbekommen und gab den Geist auf. Mitgeschrieben hatten wir nicht – das war in der 2. Wettfahrt bei dem Regen mit Papier und ohne Kajüte auch nicht machbar. So konnte ich die Siegerehrung nur mit dem Ergebnis der 3. Wettfahrt vor einer Schar zweifelnder Segler beginnen und verkündete ein vorläufiges Gesamtergebnis. Zuvor hatte mir Phillip Schäfer (nochmals: Danke!) gesagt, dass USB-Speicher und Diktiergerät vielleicht getrennt voneinander sind, und sich die Voice Datei mit entsprechendem Kabel noch retten ließe. Und so gab es dann doch noch ein verspätetes Endergebnis mit 3 Wettfahrten und im Rahmen der Clubmeisterschaft eine Preis-Nachverteilung, denn Krawallo musste seinen 2. Platz mit dem Laser räumen, der ging an Karin, Martin und Peter im H-Boot.

Für mich als Wettfahrtleiter wieder eine ‚lesson learned‘ mehr: das im Regen mit Bleistift be-schreibbare Superpapier ist nach ausgiebigen Duschtests jetzt zum Einsatz freigegeben.

Das Endergebnis im Detail: Nico Schäfferling im Laser vor Martin Renn, Karin Fendl-Renn und Peter Simons auf dem H-Boot und Frank und Karin Lippoldt im Korsar.

(Michael Tietz)

2017

Clubmeisterschaft 23.-24.09.2017

Am Samstag setzte sich bei schönem Herbstwetter gegen Mittag ein leichter Nordostwind durch. Der zeitgleich stattfindende Roseninsel-Achter war in der letzten Wettfahrt. Da sind Arme und Beine der Ruderer schon etwas schwerer und das kleine Grüppchen Piraten kam schadenfrei ans Ostufer. Wettfahrtleiter Tobias Crefeld ließ das passende Dreieck legen. Nach dem Start war klar: entweder mehr Wind in Seemitte ausnutzen und dafür weitere Wege in Kauf nehmen – oder den kürzeren Weg am Ostufer nehmen und die Löcher umfahren. Nach 2 Wettfahrten ging es dann zurück zum Grill.

Das gleiche Spiel am Sonntag bei leichtem Südwind. Nur, dass die am Ufer fahrenden Boote bald in ein einziges großes Loch fuhren, während sich die Glücksritter weiter draußen auf dem See noch bewegten. Bevor die ersten Boote am Luvfass waren, kam der Abbruch, und nach einer kurzen Fisch- und Käsesemmel-Einlage war die Regatta zu Ende.

Sieger wurden Martin Renn und Karin Fendl-Renn vor Andi Schaipp und Michael Tietz. Platz 3 ging an Martin Embacher und Tobias Sälzer. Man sieht: ein Mitglied der Abteilungsleitung an Bord zu haben erhöht die Siegeschancen – und da hätten wir für nächstes Jahr noch 4 andere in Wartestellung.

Die Preise für den besten Steuermann/Vorschoter Ü60 gingen an Peter Simons und Karin Fendl-Renn. Im Bild noch mit Preis-Ersatz, weil der Graveur nur Mo-Do arbeitet und der Sportwart am Freitag vor verschlossenen Türen stand.

(Michael Tietz)

Silberlaser 16.-17.09.2017

Neue Wettfahrtregeln sind für uns USC-Regattasegler nicht immer ganz so spannend, weil sich häufig nur Nuancen in Details ändern, die uns nicht betreffen. Diesmal (Wettfahrtregeln 2017-2020) war etwas für Organisatoren dabei – die Standard-Segelanweisung. Damit gibt es die Möglichkeit, Bekanntes aus den Wettfahrtregeln nicht nochmal in den Segelanweisungen zu wiederholen, sondern nur Abweichungen für die spezielle Regatta auszugeben und auf die Standard-Segelanweisung zu verweisen.

Von Uli Finckh gab es auch gleich einen Ausführungsleitfaden zur Trennung der Themen für Ausschreibung und ergänzende Segelanweisung. Also hatte ich im Winter mit der Aussicht auf weniger zu druckendes Papier die Standard-Segelanweisung in die Ausschreibung zum Silberlaser eingebaut. Dann verging die Zeit, im Frühjahr und Sommer war Segeln angesagt. Und urplötzlich war mitten in der Woche vor dem Silberlaser. Also schnell mal sehen, was die anderen so in die ergänzenden Segelanweisungen gepackt hatten. Von 3 Zeilen bis 3 Seiten war alles zu finden und damit entfiel das einfache Abschreiben. Also fragte ich bei Wettfahrtleiter Krawallo und Schiri Ehepaar Goeden an, ob sie nicht… Danke für eure kurzfristige Unterstützung.

Der Samstag zeigte sich unbeständig, wechselnde Windstärke und Richtung. Das störte die anderen Clubs in der Bucht nicht, die Bahnen wurden gelegt, es wurde gestartet. Die Silberlaser-Teilnehmer wurden unruhig – wer will schon selbst im Neopren den anderen beim Regattieren zuschauen. Später kam nur eine müde Wettfahrt zustande – ein Glücksfall, wie sich am Sonntag zeigen sollte. Und wie immer bei müden Wettfahrten mit Anhang P waren Schiri und Segler unterschiedlicher Meinung und es wurde diskutiert und protestiert.

Im ‚Casino‘ wurde derweil gehackt, geschnitten und geschnipselt. Grillmeister Peter hatte schon im Vorfeld angekündigt, er müsse nicht grillen, also gab es dieses Jahr zur Entlastung ein Szegediner Gulasch. Vielen Dank an das Team Küche: möget ihr uns mit diesem Arbeitsdienst noch lange unterstützen.

Der Sonntag wartete dann mit dem Versöhnungswind auf, anfänglich 2-3 Bft aus Süd, dann 3-4 und am Ende wieder 2-3. Das reichte für 4 tolle Wettfahrten, um 14:30 Uhr war alles vorbei und die 5 Wettfahrten mit einem Streicher im Kasten. Mancher redete noch von ‚wenig Wind‘ beim Silberlaser, aber die Ergebnislisten der letzte 5 Jahre zeigen einmal 3, einmal 4 und dreimal 5 Wettfahrten. Keine schlechte Bilanz im Vergleich mit Laser-Regatten an anderen Seen und auch ein Verdienst von Wettfahrtleiter Krawallo, denn Wind muss man riechen können – wer ihn spüren muss, ist zu spät dran.

Bei den 17 gestarteten Standards wurde Christoph Wurm vom ASC mit 4 ersten Plätzen souveräner Sieger vor Thorsten Wyk vom SLRV und Florian Jungbauer von HSC. Bester vom USC wurde Nico Schäfferling auf Platz 7.

Bei den 18 Radials holte sich Nina Loser vom ASC auf Platz 1 den im letztes Jahr knapp verlorenen ‚Damenlaser‘ zurück. Platz 2 ging an Maarten Hund vom WYC und der dritte Platz an die Vorjahressiegerin Betzi le Maire als beste Seglerin vom USC.

(Michael Tietz)

Yardstickregatta 23.07.2017

In meinem zweiten Anlauf, als Wettfahrtleiter zu einer Wettfahrt zu kommen, sah es nicht ganz so düster aus wie beim ersten Mal. Grauer Himmel, vorhergesagter leichter Westwind: da sollte sich doch etwas zusammenschustern lassen. Zudem wir ja wieder die Bootsführermeisterschaft von einem Samstag ohne Wind geerbt hatten.

Doch anfänglich zeigte sich nur Südwind vor Café Berg. Die digitalen Helfer (Windfinder und Regenradar) waren uneins und es dauerte etwas, bis ich wieder an die analogen Helfer (Windräder) glaubte. Dann Startlinie am Ostufer ausgelegt und auf die 16 Boote gewartet. Auf dem Startschiff vergeht die Zeit schneller als erwartet, Luvfass peilen, Startschiff korrigieren, letzte Korrektur an den Bojenleger – und wenn der letzte Teilnehmer in Reichweite ist, die Startverschiebung runternehmen und Starten. Wettfahrtleiter-Coach Betzi le Maire machte Dampf, denn die ersten Boote verließen den Bereich um das Startschiff wieder. Ist aber nicht empfehlenswert, da hört oder sieht man keine Signale mehr. Nach einer Runde und einer Kreuz verließ uns der Westwind, die Mehrheit der Boote war nach einer Stunde durchs Ziel gefahren, soweit alles ok und es kam auch wieder etwas mehr Wind.

Die zweite Wettfahrt ließ sich nicht schlecht an. Aber die Luvboje lag zu weit unter Land, dort wo die Löcher am größten wurden und so beendeten wir das traurige Spiel nach einer Runde. Das letzte Boot brauchte dabei doppelt so viel Zeit wie das erste Boot.

Das Gesamtergebnis war in den Personen nicht gänzlich überraschend: Nico Schäfferling vor dem Team Frank Lippold / Stefan Satzger und Tobias Crefeld. Im Feld der 5 Piraten zur Bootsführermeisterschaft setzten sich Ulrike Zuber mit Joanna Meier klar vor Christian Jorda mit Leonardo Moreira Santos und Moritz Seliger mit Michael Lukoschek durch.

(Michael Tietz)